Risiken und Vorteile von “Change Management” in Werkverträgen

Beim „Änderungsmanagement”, auch „Change Management“ genannt, geht es im Kern um den Umgang mit Änderungswünschen. Dabei können bereits kleine Formulierungsvariationen einen großen Vorteil für das eigene Unternehmen bringen.

Das „Change-Management“ wird in dem Teil eines Werkvertrags festgelegt, in dem vereinbart wird, wie mit Änderungswünschen umgegangen werden soll und unter welchen Voraussetzungen diese erfüllt werden müssen. Aus Sicht des Auftragnehmers besteht die Gefahr darin, dass der Auftraggeber Änderungen vorgeben kann, welche anschließend geprüft werden müssen. Wenn nicht innerhalb einer gewissen Frist geantwortet wird, so ist der Auftragnehmer verpflichtet,  diese umzusetzen. Dies kann, je nach Vertragsformulierung, unabhängig davon sein, ob der Auftragnehmer diese Änderungen überhaupt umsetzen kann und will. Nicht selten gehen diese Änderungsanfragen im Geschäftsbetrieb unter und werden dadurch automatisch zum Vertragsbestandteil.

Das folgende Beispiel zeigt, wie eine solche Änderungsmangament-Klausel aussehen könnte:

Change Management

Sämtliche Änderungsanfragen müssen schriftlich erfolgen. Die B GmbH wird diese umgehend kostenlos Prüfen und der A AG innerhalb von 3 Werktagen über die Machbarkeit informieren. Antwortet B innerhalb von 10 Werktagen nicht, so gilt die Änderungsanfrage als angenommen.

Wie eingangs erwähnt, bedeutet dies nicht nur ein finanzielles Risiko, da jede Anfrage kostenlos geprüft werden muss. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass eine Anfrage im Geschäftsbetrieb untergeht und anschließend umgesetzt werden muss – auch wenn dies gar nicht ohne weiteres möglich ist.

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