Wie sich Rechtsabteilungen durch neue Technologien verbessern

Das vergangene Jahr hat in allen Unternehmen zu Umbrüchen geführt. Homeoffice und Remote-Arbeit wurden in den meisten Unternehmen unumgänglich und eine neue Arbeitsweise zur Pflicht. Wie alle Krisen bietet allerdings auch diese Anreize und die Möglichkeit sich nach neuen Technologien und Ideen umzuschauen.

Auch die Rechtsabteilungen haben sich im letzten Jahr mit der Umstellung auf Homeoffice beschäftigt und sich an die neue Normalität angepasst. Als einer der Bereiche im Unternehmen, die bis jetzt relativ wenig durch neue Technologie verändert wurde, boten sich natürlich neue Chancen. Rechtsabteilungen konnten bewerten, inwiefern moderne Software nicht doch hilfreich für ihren Alltag sein kann. Dies führte zu einem regelrechten Boom in der Legal-Tech Branche, in der durch Software neue und Innovative Wege für Legal-Abteilungen und Anwälte aufgezeigt werden, um effizienter und gelassener zu arbeiten.

Ein Bereich der Legal-Tech Branche, der hier durch starkes Wachstum besonders heraussticht, ist der der Vertragssoftware. Bei dieser geht es darum einen der mühsamsten Prozesse einer Rechtsabteilung deutlich zu beschleunigen.

Hier kommt nämlich die automatisierte Vertragsprüfung ins Spiel. Solche Software wird von verschiedenen Unternehmen seit 4 Jahren entwickelt. Die Kernidee ist es, dass Verträge, die vorher händisch geprüft werden mussten, nun von einer Software in kürzester Zeit analysiert und geprüft werden können. Prüf- und Verhandlungsprozesse werden so deutlich beschleunigt. Die Software wird so konfiguriert, dass sie Verträge auf der Grundlage der im Unternehmen festgelegten Rechtsrichtlinien prüft, und damit eine starke Risikominderung bietet.

Automatisierte Vertragsprüfung wird die Art und Weise, wie Rechtsabteilungen arbeiten und Verträge prüfen nachhaltig und grundlegend verändern. Vertrags- und Geschäftsabschlüsse werden beschleunigt, das Risiko reduziert und Rechtskosten gesenkt. Anders als beim Outsourcing an externe Anwaltskanzleien hat diese Software noch dazu den Vorteil, dass die Juristische Arbeit im Haus bleibt. Außerdem ist sie theoretisch unendlich skalierbar, es macht also keinen Unterschied, ob sie die Arbeit von 5 oder 50 Anwälten gleichzeitig erleichtern soll.

Natürlich gibt es, wenn man von solcher Software liest auch bedenken, dass diese den Anwalt ersetzen wird. Das Gegenteil ist allerdings der Fall, die Arbeit des Anwalts wird nicht ersetzt, sondern ihr Bereich verschiebt sich. Anwälte können sich durch automatisierte Vertragsprüfung wieder wichtigeren Aufgaben widmen und haben dazu auch mehr Zeit, um diese Aufgaben zu bewältigen. Dies führt nicht nur in der Regel zu einer Effizienzsteigerung, sondern auch zu einem größeren Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

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